Steg

Aus verschiedenen Gründen muß ab und zu ein neuer Steg angefertigt werden. Der häufigste Grund ist, daß sich der Steg allmählich zum Griffbrett hin neigt, was verschiedene Folgen hat, weshalb dieses Phänomen etwas genauer beschrieben werden soll.

Zum einen wegen des regelmäßigen Nachstimmens, zum anderen wegen des zum Untersattel hin kleineren Saitenwinkels, wird die Stegoberkante zum Griffbrett hin gedrückt. Die Folge ist, daß der Steg sich verbiegt. Außerdem - dieser Punkt wird von Musikern oft schwer verstanden - wird die Saitenlage höher.



Sei es, daß man den Steg als ganzes versetzt, also die Stegfüße auf der Decke weiter nach oben stellt, oder daß nur die Stegoberkante weiter zum Griffbrett hin kommt. In beiden Fällen erhöht sich dadurch die Saitenlage. Die obere Zeichnung zeigt einen verbogenen Steg, die mittlere einen unveränderten und die untere einen zum Griffbrett hin verschobenen.

Einstellungen

Der Abstand der Saiten von einander ist zwar einerseits Geschmackssache - von Jazzern, also zum vorwiegenden Zupfen, wird oft ein geringerer Abstand bevorzugt. Zum Streichen muß man die Saiten allerdings oft besonders weit auseinanderlegen, um ein zu flaches Griffbrett zu kompensieren. Ist das Griffbrett zu flach, ist man gezwungen die A- und D-Saite höher zu legen, als es für die linke Hand bequem wäre, weil sie sonst mit dem Bogen nicht mehr sauber zu trennen wären. Um das abzumildern bietet es sich an, die Saiten weiter auseinanderzulegen. - Dies gehört zu den Dingen, die zu begreifen vielen Leuten Schwierigkeiten bereitet. Man könnte sich das einfach aufzeichnen, um es anschaulich zu machen. Noch mal anders gesagt: wenn man die Saiten weiter auseinanderlegt kann man die A- und die D-Saite bei gleicher Saitenlage (gleichem Abstand zum Griffbrett) mit dem Bogen leichter von den anderen trennen.